Kamow Ka-50 Black Shark (Hokum-A)
Kamow Ka-50 Black Shark (Hokum-A)
Einführung in den Ka-50
Dem Kamow Ka-50 Helicopter verpasste man den Spitznamen "Black Shark" dt. "Schwarzer Hai" wegen seiner Haiförmigen Frontnase.
In Russland, wo der Ka-50, bei der Firma Kamow gebaut wurde, nennt man Ihn "Chernay Akula" das heißt auf Deutsch so viel wie "Schwarzer Hai".
Quelle: Airliners.net
Der schwarze Hai (Black Shark)
Die NATO verpasste dem Ka-50 den Codename (Hokum-A).
Entstanden ist der Ka-50 im Jahre 1977, er war als Konkurrenz für den Helicopter Mil Mi-28 (Havoc) geplant, nachdem die sowjetischen Streitkräfte eine Ausschreibung für einen neuen Kampfhelicopter herausgegeben hatten.
Quelle: Airliners.netDer Ka-50 siegte überragend in der Erprobung und der Mil Mi-28 (Havoc) war aus dem Rennen
Der Ka-50 ist ein Kampfunterstützungshelicopter und Panzerabwehrhelicopter, er wird mit dem koaxial System gegenläufiger Doppelrotoren angetrieben. Er bietet leider nur Platz für einen Piloten, um Gewicht zu sparen, das aber daher wiederum für einen besseren Panzerschutz, eine stärkere Bewaffnung und modernere Sensoren genutzt werden konnte.
Der Erste von insgesamt drei Prototypen (V-80) machte am 17.06.1982 seinen ersten Flug. Es gab noch zwei Vorserienmaschinen (V-80Sh-1), wobei der Kürzel "Sh" für "Shturnmovik-1" was auf Deutsch "einsitziges Angriffsflugzeug" heißt.
Die Erprobung endetet nach der Ausschreibung im Oktober 1986 mit deutlicher Entscheidung für den Ka-50, der Mil Mi-28 (Havoc) war nun aus dem Rennen.
Quelle: Airliners.net
Kernstücke der Waffensysteme ist die AT-16 und AT-9 Spiral-2 Panzerabwehrlenkwaffe
Die Waffensysteme des Ka-50
Fixinstallierte Bewaffnung:
30 mm Maschinenkanone 2A42 an der Steuerbordseite (rechts) unter der Flügelwurzel mit 600 Schuss Munition (panzerbrechende oder Sprengsplittergeschosse; wobei die Munition auf 250 Schuss AP 30 mm und 250 Schuss HE 30 mm aufgeteilt werden kann) Die Maschinenkanone ist deshalb auf der Steuerbordseite des Rumpfes (rechts) unter der Flügelwurzel angebracht, damit sie sich so dicht wie möglich am Schwerpunkt des Helicopters befindet. Diese Anbringungsart sorgt für eine wirklich feste Montage der Waffe und minimiert den Rückstosseffekt, während die größtmögliche Präzision bei der Schussabgabe erreicht werden kann.
Bewaffnung an den vier externen Pylonen unter den Stummelflügeln:
12 x lasergelenkte ATGW AT-16 (zur Panzerabwehr)
2-4 x B-8-Rohrstartbehältern (für je 20 ungelenkte Luft-Boden-Raketen C-8 im Kaliber 80 mm; maximal 80 ungelenkte Raketen)
2 x AT-9 Spiral-2 ASM
2 x Vympel R73 (AA-11 "Archer") AAM
2 x AS-10 Karen ARM (Ch-25ML)
2 x UPK-23 23mm Maschinenkanonen-Behälter
4 x S-13 122 mm Raketenbehälter
Die Waffen im Detail:
Maschinenkanonen (auch Schnellfeuerkanone genannt) sind automatische Schusswaffen mit einem Kaliber größer als dem von Maschinengewehren und kleiner als von Feldgeschützen bzw. Artillerie. Es gibt keine einheitliche Definition gegeben, ab welchem Kaliber man von einer Maschinenkanone spricht, gängig ist jedoch, alles über 15 mm bzw. ab 20 mm als Maschinenkanone zu bezeichnen. Geschütze welche einen Ladeautomaten besitzen, sind keine Maschinenkanonen, diese können als Schnellfeuergeschütz angesehen werden. Andererseits sind auch nicht alle Maschinenkanonen Selbstlader.
Die AT-16 Scallion ist eine Luft-Boden-Panzerabwehrlenkwaffe aus russischer Produktion. Der GRAU-Index lautet 9K121 Wicher (Вихрь). Die Lenkwaffe trägt die Bezeichnung 9M127.
Die AT-9 Spiral-2 ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus sowjetischer Produktion. Der GRAU-Index lautet 9K120 Ataka, die Lenkwaffe trägt die Bezeichnung 9M120.
Die R-73 (NATO-Codename: AA-11 Archer) ist eine sowjetische/russische infrarotgelenkte Kurzstrecken-Luft-Luft-Rakete.
Die AS-10 Karen ist eine überschallschnelle, taktische Luft-Boden-Rakete zur Bekämpfung von gepanzerten und verbunkerten Bodenzielen. Sie kann gegen ein großes Spektrum taktischer Ziele, wie Panzerfahrzeuge, Flugabwehr, Schiffe, Transporteinrichtungen, Verkehrsanlagen und verbunkerte Anlagen eingesetzt werden. Im GRAU-Index der russischen Streitkräfte lautet ihre Bezeichnung Ch-25.
Die einzelnen Waffensysteme noch genauer Erklärt:
Luft-Boden-Rakete ist die Bezeichnung für selbstangetriebene Munition kurzer bis mittlerer Reichweite, die von Kampfflugzeugen und Kampfhelicoptern gegen Boden- und Seeziele eingesetzt wird. Unterscheiden lassen sich Lenkflugkörper und ungelenkte Raketen.
Eine Luft-Luft-Rakete ist ein Flugkörper mit Raketenmotor, der als Waffe im Luftkampf eingesetzt wird. Der Name besagt, dass sie in der Luft abgefeuert wird, um Ziele in der Luft zu treffen.
Die Panzerabwehrlenkwaffe ist eine Rakete, die zur Bekämpfung von Panzern eingesetzt wird und im Flug auf das Ziel gelenkt wird. Sie ist abzugrenzen von ungelenkten, reaktiven Panzerabwehrhandwaffen wie der Panzerfaust oder RPG-7. Eine andere Bezeichnung ist Panzerabwehrlenkrakete- PALR, englisch auch Anti-Tank Guided Missile - ATGM oder Anti-Tank Guided Weapon - ATGW.
Der GRAU-Index ist der Name für die Bezeichnung aller Waffen, Raketen und Ausrüstungsteile, auch des Raumfahrtprogramms, welche in der Armee der ehemaligen Sowjetunion und des heutigen Russland benutzt werden. Dieser Index wird von der Hauptverwaltung für Raketen und Artillerie des Verteidigungsministeriums (GRAU; russisch Главное ракетно-артиллерийское управление МО, ГРАУ) vergeben. Die NATO verwendet für diese Waffensysteme ein eigenes Bezeichnungssystem.
Quelle: Airliners.netDas Heck des Ka-50 hier sieht man gut seinen Stummelflügeln und die vier externen Pylonen
Der Rumpf des Ka-50
Die Maschine hat eine abgeschirmte Auspuffanlage mit stark verringerter IR-Signatur. Die selbstabdichtenden Tanks sind ausgeschäumt, alle wichtigen Systeme sind mehrfach vorhanden. Das Cockpit ist bis zum Kaliber 20 mm beschussfest.
Quelle: Airliners.net
DCS: Simulator-Cockpit des Ka-50 Black Shark Kampfhelicopter - full-real bedienbar!
In den Flügelspitzenbehältern der Stummelflügel befinden sich Werfer für Düppel und Leuchttäuschkörper (Flares).
Düppel ist ein militärischer Eigenname, der dadurch entstand, dass dieses Mittel von der deutschen Luftwaffe nach der Erfindung in der Nähe von Berlin-Düppel getestet wurde. Die Kriegsgegner des Zweiten Weltkriegs hatten Düppel etwa gleichzeitig entwickelt. Bei der britischen Luftwaffe hatten sie den Tarnnamen "window", in den USA werden sie "chaff" (Spreu) genannt. Zunächst wagte es jedoch keine der Kriegsparteien, sie einzusetzen, um dem Gegner das Geheimnis nicht zu verraten.
Flares (engl., etwa: Stichflammen) sind Täuschkörper gegen Lenkwaffen mit Infrarotsuchkopf. Die beim Einsatz von Flares entstehende Wärmestrahlung lenkt einfache Suchkopf-Sensorik vom eigentlichen Ziel ab. Ziel ist es, den Lenkflugkörper von der Wärmestrahlung des Flugzeuges auf die Wärmestrahlung der Flares zu lenken. Die neuere Sensorik berücksichtigt spezifische Turbinen- und Motoren-Emissions-Spektren und ist nur durch spezifische, selektiv strahlende Flares (z. B. NC-Flares) ablenkbar.
IR-Täuschkörper enthalten als Energiespeicher entweder pyrotechnische Sätze, pyrophore Feststoffe oder Flüssigkeiten bzw. leicht entzündliche Feststoffe. Wird der Täuschkörper angezündet, so wird eine stark exotherme Reaktion ausgelöst, die in Abhängigkeit von der chemischen Zusammensetzung des Energiespeichers mit einer mehr oder minder starken sichtbaren Flammen- und Rauchentwicklung einhergeht.
Quelle: Airliners.netCH-53 Helicopter die Täuschkörper (Flares) abwerfen
Der Pilot des Ka-50 kann bei einem tödlichen Treffer der Maschine mit dem Schleudersitz aussteigen, vor dem Auswurf des Schleudersitzes werden automatisch die Rotorblätter abgesprengt. Die Avioniksysteme des Ka-50 sind so ausgelegt, dass der Pilot so wenig wie möglich belastet wird, unter anderem ist ein automatisches Zielerfassungssystem vorgesehen. Da man später auch auf eine Nachtflugfähigkeit des Ka-50 bestand, wurde der Typ überarbeitet. Die nachtflugfähige Version Ka-50N flog erstmals im Jahre 1997.
Quelle: Airliners.net
Der Pilot des Ka-50 Helicopter kann im Notfall mit Hilfe eines Schleudersitzes aussteigen
Technische Gesamtübersicht des Kamow Ka-50 Black Shark (Hokum-A)
Bezeichnung des Helicopters: Kamow Ka-50 (Black Shark) - Nato-Codename: Hokum-A Typ: Kampfunterstützungs.-und Panzerabwehrhelicopter Baujahr der ersten vier Prototypen 1977 bis 1986 Baujahr des ersten Nachtflugmodells (Ka-50N) 1990 bis 1997 Hersteller: Kamow (Russland) Konstrukteur: Sergej Michejew Rotordurchmesser: je 14,5 m Gesamtlänge: 16,01 m Höhe: 4,93 m Rotorfläche: 330,26 m² Leergewicht: 7.800 kg Startgewicht (normal): 9.800 kg Startgewicht (maximal): 10.800 kg Antrieb: zwei Strahltriebwerke Klimov TV3-117VK mit jeweils 2.193 WPS max. Geschwindigkeit (im Sinkflug): 350 km/h max. Geschwindigkeit (normal): 315 km/h Reisegeschwindigkeit: 270 - 310 km/h Steigleistung pro Minute: 600 m Dienstgipfelhöhe: 5.500 m Schwebegipfelhöhe: 4.000 m Reichweite: 540 km (total unbeladen max. 1.160 km) Einsatzdauer 1 Stunde 40 min Fixinstallierte Bordkanone: 1 x 30mm Maschinenkanone 2A42 mit 600 Schuss Munition (panzerbrechende oder Sprengsplittergeschosse; wobei die Munition auf 250 Schuss AP 30 mm und 250 Schuss HE 30 mm aufgeteilt werden kann) Ungelenkte Luft-Boden-Raketen 2-4 x B-8-Rohrstartbehältern (für je 20 ungelenkte Luft-Boden-Raketen C-8 im Kaliber 80 mm; maximal 80 ungelenkte Raketen, Lasergelenkte Raketen 12 x lasergelenkte ATGW AT-16(Panzerabwehr) Panzerabwehrlenkwaffen 2 x AT-9 Spiral-2 ASM Infrarot Kurzstrecken Luft-Luft-Raketen 2 x Vympel R73 (AA-11 "Archer") AAM Luft-Boden-Raketen 2 x AS-10 Karen ARM (Ch-25ML) Waffenbehälter 1 2 x UPK23 23 mm Maschinenkanonen-Behälter Waffenbehälter 2 4 x S-13 122 mm Raketen-Behälter










